Autor Thema: Allergie Teil 5: Ähnliche Krankheitsbilder  (Gelesen 8361 mal)

Anonym

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Allergie Teil 5: Ähnliche Krankheitsbilder
« am: 09. Dezember 2009, 18:26:04 »
Diese Infos sind Teil der homepage
http://www.warum-ada.de/Maja/allergie_start.html

Majas Chico leidet an einer Futtermittelallergie und Maja hat mit viel Zeit und Geduld Chicos Allergie unter Kontrolle. Ihre aufwendigen Recherchen hat sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Danke, Maja.




Auch wenn diese Seite hilfreiche Anregungen bieten kann, ersetzt das hier zusammengestellte Wissen nicht einen Besuch beim Tierarzt!



Ähnliche Krankheitsbilder




Alopezie
   

Unter Alopezie versteht man symmetrischen Haarausfall. Dieser kommt vor allem an Stellen wie Hinterbeinen und Bauch vor. Alopezien können viele unterschiedliche Ursachen haben.

Eine mögliche Ursache sind hormonelle Störungen (endokrine Alopezie). Diese treten vor allem bei kastrierten Katern auf, seltener auch bei weiblichen Katzen. Das Fell wird dünner und lässt sich leicht herausziehen, Veränderungen an der Haut sind jedoch nicht erkennbar. Wird der Verdacht geäußert, sollte der Hormonhaushalt der Katze näher untersucht werden. Therapeutisch können in diesem Fall die fehlenden Hormone verabreicht werden, die Symptome verschwinden in diesem Fall meist wieder, wenn sich der Hormonhaushalt wieder im Gleichgewicht befindet.

Eine weitere Möglichkeit ist die psychogene Alopezie. Dabei leckt die Katze sich intensiv, alle Stellen des Körpers, die die Katze beim Putzen erreichen kann, können betroffen sein. Häufig treten durch das intensive Leckverhalten Hautrötungen auf, die Haut kann nässen oder es können sich Krusten bilden. Differentialdianostisch müssen Pilzerkrankungen ausgeschlossen werden, die teilweise ähnliche Krankheitsbilder verursachen können. Eine psychogene Alopezie schlägt nicht auf Cortison oder hormonelle Behandlungen an. Hier muss die Ursache herausgefunden werden, was nicht immer ganz einfach ist. Häufig ist es hier hilfreich, nach Veränderungen Ausschau zu halten. So kann ein Umzug und der damit verbundene Stress, der Urlaub des Katzenhalters, eine Zusammenführung mit einer neuen Katze oder auch schon das Umstellen von Möbeln oder ein Streit zwischen den Bezugspersonen der Auslöser sein. Ist die Ursache festgestellt und beseitigt, verschwinden meist auch die Symptome wieder.

Alopezien können aber auch durch Juckreiz bedingt sein, wobei der Haarausfall dann häufig nicht ganz symmetrisch ist. Der Juckreiz kann viele Ursachen haben, u.a. auch Allergien.

Um eine endokrine von einer psychogenen Alopezie unterscheiden zu können, muss der Besitzer die Katze gut beobachten. Einen Hinweis auf die endokrine Alopezie kann der lockere Halt der Haare in der Haut (Haare lassen sich leicht auszupfen) liefern.



Eosinophiles Granulom
   

Beim Eosinophilen Granulom (kurz: eG) bekommt die Katze meist im Kopfbereich, manchmal aber auch an anderen Stellen, ein Bläschen, das der Katze offenbar unangenehm ist. Nach einigen Tagen platzt dieses auf, es bildet sich eine Kruste und wenn diese abfällt bleibt eine kahle Stelle im Fell zurück. Häufig sind es auch nicht einzelne Bläschen, sondern eine Reihe von Bläschen hinter- oder nebeneinander. Nicht immer werden die Bläschen vor dem Aufbrechen von den Katzenhaltern bemerkt, sondern erst die Kruste. Doch meist ist auch dann eine Diagnose eindeutig zu stellen aufgrund eines typischen Bildes.

Als Behandlung bei eosinophilem Granulom werden meist Cortison- oder Hormonpräparate eingesetzt. Die Gefahr einer dauerhaften Cortison-Therapie, wie sie manchmal von Tierärzten vorgeschlagen wird, ist jedoch, dass sie zu einem Diabetes führen kann. Mit einer Cortison-Therapie werden zudem nur die Symptome bekämpft, nicht jedoch die Ursache. Die Ursachen sind bei eG nicht immer auszumachen. Jedoch berichten viele Katzenhalter von Katzen mit eG von Erfolgen durch Futterumstellung (selbstzubereitetes Futter mit besonderem Augenmerk auf einem ausgewogenen Verhältnis von Omega3 zu Omega6-Fettsäuren).



Felines Asthma
   

Felines Asthma ist ein komplexes Thema. Sowohl die Ursachen als auch die Symptome können sich von Fall zu Fall unterscheiden. Ebenso sieht auch - je nach Ursache - die Behandlung unterschiedlich aus.

Die Symptome können chronischer Husten, akute Atemnotanfälle, Niesen oder pfeifendes Atmen sein. Die Atmung kann aus dem Bauch heraus tief und langsam sein oder oberflächlich schnell. Das Husten kann begleitet sein von Auswurf oder an das Auswürgen von Haarballen erinnern. Bei der erschwerten Atmung ist meist vor allem die Ausatmung betroffen.

Verantwortlich für die erschwerte Atmung ist eine Verengung der Gefäße in der Lunge durch Entzündung oder Irritationen. Die Gefäßverengung kann durch Medikamente gemildert aber nicht komplett und auf Dauer aufgehoben werden. Dabei kann je nach Situation die Verengung stark oder weniger stark sein und zu entsprechenden Symptomen führen. Eine Verengung kann begünstigt werden durch mögliche Inhalationsallergene (Pollen, Hausstaub) oder auch durch Stress.

Eine Heilung von felinem Asthma ist nicht möglich. Die Symptome können aber soweit unter Kontrolle gehalten werden, dass keine Notfälle auftreten. Dabei spielen Kortikosteroide (Cortison) oral oder inhalativ verabreicht eine große Rolle, da diese entzündungshemmend wirken. Möglicherweise werden auch Bronchodilatatoren eingesetzt; diese wirken auf die Muskeln entlang der Atemwege und erweitern diese, so dass das Atmen erleichtert wird.

Differentialdiagnostisch müssen andere Erkrankungen, die ähnliche Symptome hervorrufen können, ausgeschlossen werden. Dazu zählen z.B. Herzerkrankungen, Herz- oder Lungenwürmer oder akute Atemwegsinfektionen. Eine bronchoalveolare Lavage kann die Diagnose von felinem Asthma unterstützen. Dabei wird unter Narkose eine sterile Flüssigkeit in die Lunge der Katze verbracht und anschließend abgesaugt. In der Flüssigkeit können sich nach dem Absaugen Hinweise befinden, die Aufschluss über die Ursachen geben können, z.B. Allergie.



Felines Hyperästhesie-Syndrom
   

Die Bezeichnung felines Hyperästhesie-Syndrom (FHS, auch "rolling skin syndrom" (RSS) genannt) steht für eine Kombination verschiedener Symptome, die in gewissem Umfang normal sein, jedoch auch sehr häufig auftreten können und dann als krankhaft eingestuft werden. Die Diagnose FHS sagt nichts über die Ursache aus - diese herauszufinden stellt Katzenhalter und Tierarzt häufig vor große Probleme, da sie sehr vielfältig sein können. Leider ist FHS ein bisher wenig erforschtes Syndrom und viele TÄ kennen es gar nicht. Beim FHS leidet die Katze unter einer Überempfindlichkeit der Nervenenden, vor allem im Rücken. Schon leichte Reizungen bzw. kleine Reize wie z.B. Streicheln, Windhauch oder ähnliches, können einen Schmerz oder Juckreiz auslösen, der die Katze enorm einschränken und stören kann. Je nach Stärke der Symptome ist schlafen oder Ruhe finden für die Katze nicht oder kaum mehr möglich.

Symptome von FHS können folgende sein:

    * häufige Fellzuckungen in Wellen über den Rücken
    * plötzliches Aufspringen ("wie von der Tarantel gestochen")
    * hektisches Lecken und Beißen, vor allem am hinteren Rücken und Schwanzwurzel
    * lautes Miauen/Rufen/Schreien
    * Berührungen im hinteren Rückenbereich können Fellzuckungen auslösen
    * große Pupillen während "Anfällen"
    * Katze kann wirken als würde sie halluzinieren oder "Geister jagen"

Dabei können alle Symptome auftreten, müssen aber nicht zwangsläufig. Ebenso gilt: Treten diese Symptome gelegentlich auf, ist dies als normal anzusehen.

Ursachen können neurologischen, orthopädischen, psychischen oder auch allergischen Ursprungs sein. Um die Ursache zu finden und die Katze von ihren Anfällen befreien zu können, braucht es häufig viele unterschiedliche Untersuchungen.

Die Behandlung der Fellzuckungen sind ebenso zahlreich und unterschiedlich wie die Ursachen es sein können. Dabei kann Cortison (bei allergischer Ursache) eingesetzt werden oder Schmerzmittel. Liegt die Ursache in einer orthopädischen Störung (z.B. aufgrund eines Unfalls oder Sturzes), hilft möglicherweise auch eine Operation, um die Überempfindlichkeit beseitigen zu können.



IBD
   

IBD – oder auch Inflammatory bowel disease – ist eine entzündliche Erkrankung des Darms (vergleichbar mit Morbus Crohn beim Menschen), die Durchfall und Erbrechen hervorrufen kann. Diese Erkrankung kann mit einer Futtermittelunverträglichkeit zusammenhängen, kann aber auch andere Ursachen haben, die es abzuklären gilt.

Die Diagnose einer IBD ist nicht leicht, zumal diese Erkrankung in Deutschland vielen Tierärzten nur bedingt bekannt ist. Zunächst müssen bei chronischem Durchfall verschiedene andere Erkrankungen differentialdiagnostisch abgeklärt werden. Hierfür sollte ein großes Kotprofil bei einem Labor in Auftrag gegeben werden, das sowohl auf alle Arten von Parasiten (beispielsweise auch Giardien) als auch die Verwertung untersucht. Zudem sollte ein großes Blutbild angefertigt werden (ebenfalls in einem Labor), das Aufschluss geben kann über eine Bauchspeicheldrüsenerkrankung, die ebenfalls chronischen Durchfall verursachen kann.

Wie bereits erwähnt, kann eine Futtermittelunverträglichkeit Ursache für eine IBD sein. In diesem Fall kann nur eine Ausschlussdiät dauerhaften Erfolg bringen, bei der herausgefunden wird, welche Bestandteile des Futters nicht vertragen werden. Sind diese Bestandteile herausgefunden, gilt es, sie konsequent in der Zukunft zu vermeiden.

Häufig wird bei IBD mit Cortison behandelt, das die Entzündung eindämmen kann. Jedoch sollte bedacht werden, dass Cortison dauerhaft gegeben zu einem Morbus Cushing oder Diabetes führen sowie die Nieren schädigen kann. Auf jeden Fall sollte nach Möglichkeit kein Depot-Cortison gegeben werden. Näheres dazu unter Cortison.



Dermatophytosen
   

Therapie
Symptome
Allergiearten
Ursachen, Diganostik, Unverträglichkeit
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2009, 18:55:24 von Thea »