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Infos zur Katzengesundheit / Kreuzbandriss bei der Katze
« Letzter Beitrag von Anonym am 19. Juni 2009, 21:44:30 »
Kreuzbandriss

Das kraniale Kreuzband (vorderes Kreuzband) dient zur Stabilisierung des Kniegelenks, d.h. der Verbindung zwischen Femur (Oberschenkelknochen) und Tibia (Wadenbein).

http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzband

Das Band kann akut verletzt werden (Unfall), häufiger jedoch kommen Risse aufgrund einer langsamen progressiven Degeneration vor.

Bei einem plötzlichen und vollständigen Abriss wird sich als Symptom eine schwere Lahmheit zeigen und die Katze wird es vermeiden, das betroffene Bein zu belasten. Bei einem Anriss (partialer Riss) wird man häufig intermittierende Lahmheit feststellen, die hauptsächlich nach intensiver Bewegung zu erkennen ist.


Symptome

Intermittierende oder plötzlich auftretende Lahmheit eines der hinteren Beine.


Vorsorge

Bei intermittierender und chronischer Lahmheit, also schleichendem Krankheitsverlauf, kann durch möglichst baldige Behandlung eine arthritische Degeneration des Kniegelenks in Grenzen gehalten werden.

Im Falle eines Kreuzbandrisses durch Unfall ist natürlich keine Vorsorge möglich.


Diagnose

Die Diagnose wird zuerst durch Bewegung des Knies gestellt, dem sg. Schubladentest

http://www.tierarztpraxis-schaub.de/pic-vid/kbr-test.html

und ggf. Tibiakompressionstest.

Wenn möglich wird der Tierarzt auch versuchen, die Katze dazu zu bringen, einige Schritte zu gehen, um sich ein Bild von der Schwere der Situation machen zu können.

Bei Röntgenaufnahmen wird möglicherweise auch nicht nur das verletzte Knie, sondern auch das gesunde geröntgt, so dass Unterschiede deutlicher erkennbar werden.

Weiterhin ist es für den Tierarzt wichtig zu wissen, ob die Lahmheit plötzlich aufgetreten ist oder sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hat, ob sie intermittierend oder kontinuierlich ist und ob sie nach körperlicher Belastung eine stärker ausgeprägte Form annimmt.


Behandlung

Katzen erholen sich häufig auch ohne Operation gut. Dafür ist es jedoch erforderlich, dass die Katze 6 Wochen daran gehindert wird zu springen oder zu rennen. Im allgemeinen bedeutet das Gehegehaltung.

Falls die Katze übergewichtig ist, wird sicherlich eine Gewichtsreduzierung empfohlen.

Als medikamentöse Behandlung werden Entzündungshemmer eingesetzt.

Sollte sich durch Ruhigstellung über den Zeitraum von 6 Wochen keine wesentliche Verbesserung ergeben, ist ein chirurgischer Eingriff angezeigt. Es gibt verschiedene Operationsmethoden, z.b. den Einsatz eines künstlichen Kreuzbandes oder eine Kapselstraffung. Die Operation dient der Stabilisierung des Kniegelenks.


Nachsorge

Auch nach der Operation werden häufig Entzündungshemmer gegeben sowie Antibiotika, um eine Sepsis zu verhindern.

Vermutlich wird die Katze nach der Operation einen stabilisierenden Verband erhalten. In diesem Fall ist es wichtig darauf zu achten, dass keine Abschnürung der Blutzirkulation erfolgt. Daher müssen täglich die Zehen auf Schwellung oder Empfindlichkeit untersucht werden, um diese im Zweifelsfall zu erkennen.

Nachdem der Verband sich von selbst entfernt hat oder gelöst worden ist kann man darauf achten, ob sich in diesem Bereich Schwellungen, Rötungen oder Flüssigkeitsaustritt zeigt.

Die Fäden oder Klammern sollten nach 2 Wochen entfernt werden, sofern keine selbstauflösenden Fäden verwendet wurden.

Unabhängig davon, welche chirurgische Technik verwendet wurde, sollte die Katze über einen Zeitraum von 6 Wochen daran gehindert werden z.b. auf Möbelstücke zu springen, auch rennen sollte sie nicht, ebenso sollte Treppensteigen vermieden werden.

Nach sechs Wochen kann man die Katze langsam wieder in ihren gewohnten Lebensstil zurückkehren lassen. Drei bis vier Monate nach der Operation sollte die Katze vollständig wiederhergestellt sein und keinerlei Symptome mehr zeigen.


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Infos zur Katzengesundheit / Achtung giftig! Was Katzen nicht essen sollten
« Letzter Beitrag von Anonym am 29. Mai 2009, 23:57:30 »
Was Katzen nicht essen sollten

Sicher würde niemand seine Katze giftigen Stoffen aussetzen wollen. Aber viele Dinge, die für uns schön, hilfreich oder auch sehr lecker sind, sind für Katzen nicht genießbar oder sogar giftig.

Dazu gehören sehr viele Zimmerpflanzen, eine umfangreiche Liste findet man hier:
http://www.thegardener.ch/giftpflanzen-index.html oder hier http://cyberwelten.ch/giftpflanzen/

Auch Schnittblumen sind Gift für Katzen, da selbst harmlose Gräser zu verschiedenen Zwecken (Glanz, Haltbarkeit, Farbe) mit Sprays behandelt werden, die sogar zu tödlichen Vergiftungen führen können. Alle Pflanzen, die aus Blumenzwiebeln wachsen, sind ebenfalls giftig.

Rohes Schweinefleisch kann mit dem Aujeszky-Virus infiziert sein, der sog. Pseudowut, für Menschen ist er absolut ungefährlich, aber Katzen, Hunde, auch Kühe und Schafe erkranken an einer Gehirn- und Rückenmarksentzündung. Die Krankheit ist unheilbar und die Tiere sterben schon nach wenigen Tagen.
siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Aujeszkysche_Krankheit
Deutschland gilt offiziell als Aujeszky- frei, aber der folgende Bericht sagt etwas anderes aus.
http://www.untersuchungsämter-bw.de/pub/beitrag.asp?%20subid=5&Thema_%20ID=8&ID=1146&%20Pdf=No
Schweinefleisch sollte deshalb nur gekocht gegeben werden, die Erhitzung auf mindestens 70°C über mehrere Minuten tötet den Erreger ab.

Schokolade enthält das für Katzen und Hunde giftige Theobromin. Es reichert sich im Körper an und kann nicht abgebaut werden. Je dunkler die Schokolade, desto gefährlicher, schon kleine Mengen können Vergiftungen hervorrufen.

Trauben und Rosinen sind für Katzen und Hunde nicht geeignet, schon kleine Mengen können zu Nierenversagen führen.

Vor allem grüne Tomaten und Paprika und auch rohe Kartoffeln enthalten wie alle Nachtschattengewächse das Gift Solanin und sind nicht nur für Katzen, sondern auch für Hunde und in größeren Mengen sogar für Menschen gefährlich. Solanin ist hauptsächlich in grünen Pflanzenteilen enthalten. Bei Kartoffeln sollten grüne Stellen und die Schale entfernt werden. Solanin wird beim Kochen nicht zerstört, geht jedoch ins Kochwasser über, sodass gekochte Katoffeln kein Gift mehr enthalten.

Rohe grüne Bohnen enthalten Phasin, das bei Tieren und Menschen zu Vergiftungen führt. Es kommt zu Erbrechen und Magenbluten, bereits nach Aufnahme weniger Bohnen. Für den Menschen liegt die giftige Menge bei 3-5 Bohnen, bei Tieren entsprechend weniger. Auch tödliche Vergiftungen kommen vor.

Alle Zwiebelgewächse, hierzu gehört auch der vielfach empfohlene Knoblauch, gehören weder roh noch gekocht ins Futter unserer Katzen und Hunde. Die enthaltenen Allicine können die sog. Heinz-Körper-Anämie auslösen. Hierbei kommt es zu Verklumpungen des Hämoglobins in den roten Blutkörperchen, die so ihre Funktion verlieren, und speziell bei Katzen auch nicht über die Milz ausgefiltert werden können. Vorsicht auch bei Zierpflanzen, die aus Blumenzwiebeln wachsen!

Avocado sind für viele Menschen eine Delikatesse, bei Tieren führt das enthaltene Gift Persin zu einer Herzmuskelschädigung. Giftig ist Persin für Hunde und Katzen, aber auch für Kaninchen, Ratten und Hühner! Da es keine geeignete Behandlungsmöglichkeit gibt, ist die Vergiftung oft tödlich.

Medikamente für den humanmedizinischen Bereich sind für Katzen oft giftig. Hier sollte in jedem Fall vor der Verabreichung ein Tierarzt kosultiert werden. Selbstbehandlung, auch mit 'harmlosen' Mitteln wie Aspirin, Paracetamol oder Jod, kann für Katzen tödlich ausgehen. Selbst Teebaumöl ist nicht zur Behandlung von Katzen geeignet, ebenso wie andere ätherische Öle und Medikamente, die Alkohol enthalten.
http://www.katzen-lexikon.de/Gifte


Zusammengetragen von Barbara D und Sabrina


Ergänzungen zu dieser Auflistung sind herzlich willkommen.


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Infos zur Katzengesundheit / Vermeidbare Gefahrenquellen für Katzen
« Letzter Beitrag von Anonym am 23. Mai 2009, 17:00:52 »
Auch in der Wohnung oder im Garten sind Katzen Gefahren ausgesetzt. Hier sind einige Gefahrenquellen genannt, ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

Gekippte Fenster können für Katzen eine tödliche Falle sein. Beim Versuch hindurchzuschlüpfen, bleiben sie stecken und strangulieren sich oder sie tragen Quetschungen im Bauchbereich davon, die Blutzirkulation wird unterbrochen und schnelle Hilfe ist erforderlich.
Abhilfe schafft hier ein einfach zu montierender Kippfensterschutz, den es fertig zu kaufen gibt.

Balkone sind toll für Wohnungskatzen. Aber Vögel und Insekten reizen dazu, sie zu fangen und die Katze wird unvorsichtig. Ein unbedachter Sprung nach dem Vogel oder Abrutschen beim Ballancieren auf dem Geländer lassen sie in die Tiefe stürzen. Gleiches gitl natürlich auch für ungesicherte Fenster. Hinzu kommt, dass derart traumatisierte und verletzte Tiere sich verstecken und nicht gleich gefunden werden. Balkonsicherungen mit einem katzensicheren Netz sind mittlerweile im Fachhandel in verschiedenen Ausfertigungen erhältlich.

Wolle und Kordeln, Schnüre aller Art, auch Plastikbändel von Mülltüten werden von Katzen gerne bespielt, leider auch gefressen. Die Schur wird jedoch nicht verdaut und kann zu einer Darmverschlingung führen. Die feste Schnur kann den Darm verletzen und durch die Öffnung tritt der Darminhalt in die Bauchhöhle. Oder die Verschlingung führt zu einem Darmverschluss. Schnelle Behandlung ist erforderlich, oftmals ist eine schnelle Operation notwendig. Unerkannt hat es für die Katze schlimme Folgen - bis endlich erkannt wird, warum die Katze nicht mehr futtern mag, kann es bereits zum Absterben von Darm gekommen sein.
Wenn die Katze unbeaufsichtigt mit Kordeln spielt, besteht außerdem die Gefahr, dass sie sich darin verwickelt. Meine erste Katze hat sich mit einer Spielangel fast erwürgt...

Nadeln und Kleinteile regen zum Spielen an und werden dabei gern einmal verschluckt und können innere Verletzungen verursachen, Metallteile können sogar zusätzlich Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Und das weiche 'Gummi' vieler harmloser Katzenspielzeuge härtet im Magen, wird trocken und scharfkantig und kann zu schweren Verletzungen und Magenverschluss führen. Ohne schnell veranlasste ärztliche Behandlung, meist eine Operation, kann es für die Katze tödlich enden.

Mottenkugeln schrecken zwar die meisten Katzen ab, weil sie den Geruch nicht mögen, aber nichtsdestotrotz sind die kleinen Bällchen zu verlockend für eine Katze. Die Kugeln und ihre Ausdünstungen sind für Katzen giftig, da reicht schon einmal lecken - oder die Pfote putzen... Das enthaltene Gift kann in schweren Fällen zu Nierenversagen führen, auch wird der Sauerstoffstransport im Blut behindert. (Quelle: Ein Herz für Tiere 12/02)

Plastiktüten können für Katzen genauso gefährlich sein wie für kleine Kinder. Sie kriechen gerne hinein und es besteht das Risiko, dass sie ersticken.

Waschmaschinen und Trockner sind ein kuscheliger Schlafplatz für Katzen. Deshalb die Türen bitte immer geschlossen halten und vor dem Einschalten überprüfen, ob nicht eine Katze darinliegt.

Heiße Herdplatten sollten immer bedeckt sein, einen Topf daraufzustellen genügt in der Regel. Der Herd ist für Katzen meist sehr interessant, besonders natürlich, wenn Fleisch zubereitet wird. Zu leicht kann es da zu Verbrennungen an den Pfoten kommen, die durchaus sehr schwer sein können.

WC-Deckel sollten immer geschlossen sein. Viele Menschen finden es vielleicht niedlich, wenn die Katze wie ein Mensch die Toilette benutzt, was einige tun. Aber die Gefahr abzurutschen oder versehentlich hineinzufallen ist zu groß. Es kann zu erheblichen Verletzungen führen, schlimmstenfalls zum Ertrinken - wenn sie Katze in der Toilette festklemmt, kann sie sich nur selten aus eigener Kraft befreien.

Elektrische Kabel sind für manche Katzen eine große Versuchung. Der Weichmacher, der in der Kabelhülle enthalten ist, wirkt auf viele Katzen anziehend. Sie beißen an den Kabeln herum und können so einen Stromschlag erleiden.

Medikamente bitte immer sicher und unzugänglich verwahren. Todesfälle deswegen kommen leider vor, weil Medikamente in Reichweite der Katze liegen und mit den kleinen Tabletten gerne gespielt wird. Zu leicht wird dabei die Substanz aufgenommen, oder gar die Tablette im Spiel verschluckt.

Vorsicht auch bei der Selbstbehandlung der Katze mit Hausmitteln. Weder Teebaumöl, noch ätherische Öle oder Rhizinusöl sind zur Behandlung von Katzen geeignet und können zu Vergiftungen führen. Und viele unserer harmlosen Hausmittel, wie beispielsweise Aspirin oder Paracetamol sind für unsere Katzen hochgiftig. Aspirin führt zu Magenblutungen, Leberschäden, Knochenmarksschädigung, Blutbildveränderung, Erbrechen und Krämpfe. Oft ist schon eine Tablette tödlich. Und auch jodhaltige Desinfektionsmittel   sind nicht für Katzen geeignet - Jod kann zu Magen-Darm-Entzündungen und zu einer Herzschwäche führen.

Reinigungsmittel in Haushalt und Werkstatt sind für Katzen giftig. Es kann schon ausreichen, dass sie die Behälter umwerfen und dann durch die Flüssigkeit laufen. Beim Putzen nehmen sie das Gift unweigerlich auf.

Zimmerpflanzen bergen diverse Gefahren. Zum einen ist nicht alles was schön aussieht auch genießbar für Katzen. Trotzdem wird natürlich gerne alles angeknabbert. Hier findet sich eine Liste giftiger Zimmerpflanzen:
http://cyberwelten.ch/giftpflanzen/
Ungiftige Pflanzen, wie z.B. Zyperngras können mit ihren harten, scharfkantigen Blättern Verletzungen im Mund- und Rachenraum verursachen, die nicht einfach zu erkennen sind.
Vorsicht auch bei Schnittblumen! Alle Zwiebelpflanzen, somit auch Tulpen, Narzissen und Lilien sind giftig, die Katze darf nicht daran knabbern. Auch an sich harmlose Gräser sind oft mit Sprays behandelt, um sie einzufärben, haltbar zu machen oder damit sie mehr glänzen, das kann für Katzen zu schweren Vergiftungen führen.

Schokolade und Rosinen sind, wie vieles was Menschen essen, keineswegs harmlos für Katzen. Beides kann bei Katzen zu schweren Vergiftungen und Nierenversagen führen - bitte nicht unbeaufsichtigt stehen lassen, da viele Katzen, die süße Nascherei gerne futtern.

Auch draußen im Garten lauern häufig unerkannte Gefahren.

Halsbänder können besonders für Katzen, die nach draußen gehen, eine große Gefahr darstellen, sie bleiben beim Klettern daran hängen und geraten in Panik, schlimmstenfalls können sie sich daran erhängen oder sie sind fluchtunfähig und möglichen Angriffen durch Hunde oder andere Katzen hilflos ausgesetzt.

Ungesicherte Regentonnen sind nicht nur für Katzen eine potenzielle Todesfalle, auch andere Tiere können hineinfallen und ertrinken. Deshalb derartige Wasserspeicher bitte immer abdecken oder zumindest mit einem schräg eingestellten Brett sichern, woran verunglückte Tiere wieder herausklettern können.

Schneckenkorn, besonders in Würfelform wird von vielen Katzen aufgenommen, es schmeckt süßlich. Grundsätzlich ist es nicht giftig, jedoch sehr schädlich für die Nieren. Aber es wirkt so stark entwässernd, dass es in der heißen Jahreszeit zum Tod der Katze führen kann.

Weihnachten ist eine gefährliche Jahreszeit für Katzen. Tannenschmuck, Kerzen und Lametta bergen z.T. erhebliche Risiken für die Stubentiger.

Tannenzweige enthalten Terpentinöl, das bei Katzen Vergiftungen hervorruft. Zum einen beknabbern Katzen gerne das frische Grün, aber auch das Wasser, in dem die Zweige oder der Tannenbaum stehen, enthält das Terpentinöl und kann ebenso wie die Zweige selber zu Vergiftungen führen.

Kerzen sollten nur unter Aufsicht brennen, Katzen spielen gerne mit der Flamme, werfen dabei auch mal die Kerze um und können so leicht Feuer legen. Aber sie können sich auch Verbrennungen zufügen, wenn sie um die Kerze herumstreichen und ihr Fell in Brand stecken.

Lametta führt wie oben bei Schnüren schon beschrieben zu Darmverschlingung und Darmverschluss mit schwerwiegenden Folgen.



Zusammengetragen von Barbara D, Helge und Sabrina


Anregungen zur Vervollständigung dieser Auflistung sind jederzeit willkommen.


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Infos zur Katzengesundheit / Gesundheitsvorsorge: Die Wahrheit über Trockenfutter
« Letzter Beitrag von Anonym am 19. Mai 2009, 21:49:40 »
Was die Gesundheitsvorsorge bei der Katze angeht, findet seit einiger Zeit ein großes Umdenken statt. Kein Wunder, die Katze ist mit rd. 8 Millionen Tieren (geschätzt für 2006) das meistgeliebte Haustier in Deutschland, in anderen Ländern stellen Katzen auch die mit Abstand größte Anzahl der Haustiere.

So ist es nicht verwunderlich, daß die Veterinärmediziner und die Nahrungsmittelhersteller sich darauf einstellen müssen und es auch tun, denn nicht zuletzt geht es auch um Milliardengewinne.

Die medizinische Versorgung ist eine Seite. Wie in der Humanmedizin auch sind bei Tieren immer häufiger alternative Behandlungsmethoden gefragt.  Und ein Gesundheitscheck für ältere Katzen ist ganz selbstverständlich ebenso wie die regelmässige Zahnkontrolle.

Auch im Bereich der Parasitenprophylaxe und -bekämpfung findet ein Umdenken statt. Es werden häufig nicht mehr nach Kalender im Drei-Monats-Rythmus Mittel gegeben, sondern immer öfter entscheidet der Halter sich dafür zuerst einmal eine Kotuntersuchung machen zu lassen oder zu schauen, ob überhaupt Parasiten vorhanden sind bzw. ob diverse Mittel überhaupt nötig sind, denn auch diese Mittel sind keine Zuckerbonbons und können durchaus mit Nebenwirkungen verbunden sein.

Die Impfproblematik wird auch ganz neu diskutiert. Ist es wirklich nötig, die Katze regelmässig jedes Jahr impfen zu lassen und das ein Leben lang? Es gibt einige sehr interessante Publikationen zu diesem Thema. Daß auch Impfungen durchaus Nebenwirkungen haben können,  kann nicht mehr verschwiegen werden.

Die wichtigste Voraussetzung für ein gesundes Katzenleben ist sicherlich eine artgerechte Ernährung. Die Futtermittelindustrie hat sich darauf eingestellt und bietet mittlerweile Futter für alle Lebenslagen an. Eine kranke Katze hat natürlich besondere Anforderungen an ihre Ernährung, sei es bei Leber-, Nieren-, Blasenkrankheiten, bei Diabetes oder bei Problemen mit dem Bewegungsapparat. Das hat durchaus alles seine Berechtigung.

Darüber hinaus gibt es auch Futter für Wohnungskatzen, für Freigängerkatzen, für Kitten, für Senioren (ab 6,5 Jahre!), für noch ältere Katzen, für Langhaarkatzen, für kastrierte Katzen... Es gibt Vitaminpräparate, diverse Nahrungsergänzungen für alle möglichen "Mangelzustände" - wobei man sich sicherlich fragen muß, wie diese überhaupt entstehen können, wenn die Katze doch optimal mit eigens für sie hergestelltem Futter ernährt wird?

Und man muß sich fragen, wie Katzen es vordem gehalten haben, denn in der Natur gibt es für sie Mäuse, ab und zu einen Vogel, diverse Insekten, die Auswahl ist nicht so groß. Sie ist also ein strikter Karnivore, also ein Fleischfresser.

Viele Katzenhalter fragen sich mittlerweile, ob man wirklich alles noch glauben sollte, was die Futtermittelindustrie so herrlich beschreibt: feinste Fleischbröckchen, vitaminschonend zubereitet, angereichert mit gesunden Cerealien und wohltuenden Heilkräutern... Ist das wirklich so?

Insbesondere Trockenfutter wird heutzutage von vielen Katzenbesitzern sehr kritisch betrachtet. Es ist sicherlich die bequemste Art der Fütterung, man füllt den Napf, die Katze kann essen, soviel sie mag, daneben steht ein Trinknapf... Aber ist das wirklich auch das beste für die Katze?

Wir haben über zwei Jahrzehnte Katzen gefüttert (hauptsächlich Feuchtfutter, aber auch ein Napf mit Trockenfutter stand immer da) und haben uns herzlich wenig Gedanken darüber gemacht, schließlich hatte uns die Futtermittelindustrie ja immer wieder glaubhaft versichert, daß wir da nur das beste für unsere Katzen kaufen. Und wirkliche Probleme gab es auch nicht. Bis dann eine unserer Katzen sehr krank wurde, und wir uns intensiv mit Katzenernährung auseinandersetzen mussten - seitdem (2003) gibt es für unsere Katzen ausschließlich rohes Futter, das wir selbst zubereiten. Natürlich gibt es auch mal ein Trockenfutterstückchen zur Belohnung oder einfach zum Wohlfühlen. Denn es ist schon bemerkenswert, wie Katzen, die seit frühester Kittenzeit ausschließlich rohes Fleisch gewohnt sind, gierig sind auf Trockenfutter, mag es vielleicht an diversen Geschmacksverstärkern oder Lockstoffen liegen? Auch diese Diskussion ist nicht neu, schon vor Jahrzehnten habe ich mit einem TA darüber gesprochen. Es gab damals schon die "Vermutung", daß insbesondere auch dem Kittenfutter ganz spezielle Geschmacksverstärker zugesetzt werden, damit sie als erwachsene Katzen "ihrer" Marke treu bleiben.

Ich möchte an dieser Stelle einen Artikel von Michelle Bernard einstellen mit freundlicher Genehmigung der Übersetzerin Ingrid Balzer.

Dieser folgende Text darf nicht heruntergeladen oder kopiert oder sonstwie vervielfältigt werden ohne Zustimmung der Verfasserin.

Der englische Originaltext ist zu finden auf der Seite
http://www.blakkatz.com/dryfood.html

Michelle Bernard ist die Autorin des Buches
"Raising Cats naturally"

Dieses Buch hat uns seinerzeit die Umstellung von kommerziellem Katzenfutter auf selbstgemachtes Rohfutter (BARF) sehr leicht gemacht. Ich kann es allen Interessierten wirklich empfehlen. Es ist in englischer Sprache, allerdings liest man sich recht gut ein, auch wenn man nicht ganz fit in dieser Sprache ist. Auch die Gedanken zu Impfungen, Homöopathie und Krankheiten insgesamt sind interessant und lesenswert und tragen sicherlich dazu bei, intensiv über die Gesunderhaltung von Katzen nachzudenken.


Michelle Bernard - Raising Cats naturally
Die Wahrheit über Trockenfutter


Manchmal fragen mich die Leute, ob ich ihnen ein gutes Trockenfutter empfehlen kann. Die Antwort ist: "Nein!" Trockenfutterpellets sind das Schlechteste, was Sie ihrer Katze geben können. Es ist ein lukratives Geschäft für die Futtermittelhersteller und führt zu schrecklichen chronischen Krankheiten. Es wird als Produkt angeboten, das für alle Lebensstadien der Katze völlig ausgewogen sein soll. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Körner gehören zu den Kohlenhydraten und bestehen zuallererst aus Stärke. Die Futtermittelhersteller wollen, dass der Kunde glaubt, Körner versorgten die Katzen mit Energie, Eiweiß, Fett, Fasern, Mineralstoffen und Vitaminen. Die Katze gehört aber zu den Fleischfressern. Katzen und andere Mitglieder der Überfamilie Felidae (Katzenartige) zählen zu den Fleischfressern, weil sie einen unerläßlichen Bedarf an gewissen Nährstoffen haben, die ausschließlich in tierischen Geweben enthalten sind. Katzen können weder Taurin noch Arginin -  nur im Fleisch enthaltenen Aminosäuren - selbst herstellen. Ihnen fehlt die Fähigkeit, die in Pflanzen enthaltene Linolsäure in Arachidonsäure (im tierischen Fett enthalten) umzuwandeln. Sie können auch Betacarotin nicht in Vitamin A umwandeln. Katzen können die Aktivität ihrer Leberenzyme nicht drosseln, wenn sie proteinarmes Futter fressen. Sie müssen proteinreiches Futter bekommen, sie brauchen Fleisch zum Überleben.

Die primäre Funktion der Kohlenhydrate bei der Herstellung von Trockenfutter ist die Formbarkeit des Futters zu Pellets. Die Stärke wirkt wie "Zement", der die Pellets zusammenhält und verhindert, dass sie während des Herstellungsprozesses krümeln. Üblicherweise enthält eine Rezeptur mindestens 40 % Kohlenhydrate, weil man sie sonst nicht pressen könnte. Stärke wirkt als Klebstoff, und was mag das wohl für eine Langzeitwirkung auf das Verdauungssystem der Katze haben?

Ich habe das Buch "Small Animal Clinical Nutrition", 4. Ausgabe, herausgegeben vom Mark Morris Institute, auch bekannt als Hill's Science Diet, für den Großteil meiner Nachforschungen benutzt. Dieses Buch, das von vielen Tierärztlichen Hochschulen für den Kurs in Ernährungslehre verwendet wird, ist ein sehr dickes Buch voller Informationen zur Ernährung von Kleintieren. Im Kapitel über die Fütterung von Katzen sagt der Autor, dass Katzen sich während der Evolution an Fleischnahrung angepasst haben, die viel Protein und wenig Kohlenhydrate enthält. Deshalb haben sie Schwierigkeiten mit der Verdauung von Kohlenhydraten. Bei Omnivoren ( Allesfressern) werden Kohlenhydrate von Hexokinase und Glukokinase (beides sind Enzyme) in Glukose umgewandelt. Die Katzenleber zeigt zwar eine normale Hexokinase-Aktivität aber praktisch keine Glukokinase-Aktivität.


Fettleber

Der Eiweißstoffwechsel der Katze ist einzigartig wegen ihres ungewöhnlich hohen Proteinbedarfs. Katzen brauchen kaum irgendwelche besonderen Aminosäuren. Ihr hoher Proteinbedarf entsteht durch die hohe Aktivität ihrer Leberenzyme, die Aminosäuren in Energie umwandeln. Anders als Allesfresser können Katzen die Aktivität ihrer Leberenzyme nicht drosseln, wenn sie proteinarmes Futter bekommen. Das ist vermutlich der Grund, warum die Krankheit Hepatische Lipidose (= Fettleber) bei Katzen, die Trockenfutter fressen, so häufig ist, besonders bei übergewichtigen Katzen

 Für Katzen in der Wildnis ist es nicht ungewöhnlich oder unnatürlich für kurze Zeit zu fasten. Obwohl sie erfolgreiche Jäger sind, sind sie nicht perfekt und können einige Tage ohne Futter auskommen. Meine eigenen Katzen lassen manchmal für einen oder mehrere Tage ihr Futter stehen. Eine mögliche Ursache für eine Fettleber bei Katzen ist ein Mangel an Proteinen. Das Etikett auf dem Trockenfutter scheint auf den ersten Blick einen ausreichenden Proteingehalt anzugeben, aber eine ziemlich große Menge davon ist pflanzlicher Herkunft. Ich glaube nicht, dass Körner eine hochwertige Proteinquelle für einen Fleischfresser sind und dass sie pflanzliche wie tierische Proteine gleich gut verwerten können. Katzen, die Rohfutter bekommen, sollten also aus diesem Grund nicht anfällig für eine Fettleber sein. Obwohl auch ich mir Sorgen mache, wenn eine meiner Katzen ihr Futter stehen lässt, rechne ich nicht damit, dass wir jemals ein Problem mit Hepatischer Lipidose bekommen werden.

Es gibt viele Faktoren, die zur Entstehung einer Fettleber beitragen können. Carnitin ist eine Aminogruppe enthaltende fettähnliche Substanz, die sich in hoher Konzentration im Herzen und in der Skelettmuskulatur von Säugetieren findet. Dieses Carnitin wird von der AAFCO als nicht essentiell angesehen. Katzen können Carnitin aus Lysin und Methionin (beide in Fleisch enthalten) synthetisieren. Methionin wird den meisten Trockenfuttern beigemischt, Lysin nur den besseren. Wie bei den meisten Nährstoffen im rohen Fleisch, ist es - wie ich glaube -  besser das Nahrungsmittel im Ganzen zu füttern anstatt mit synthetisch hergestellten Stoffen zu supplementieren. Beim Menschen führt Carnitinmangel zur Anhäufung von Fett in der Leber und zu einer gestörten Leberfunktion. Einen ähnlichen Zusammenhang stellt man auch bei der Katze fest. Carnitin vergrößert auch die Muskelmasse und fördert bei übergewichtigen Tieren die Gewichtsabnahme.

Viele Katzen mit einer Fettleber unbekannter Ursache sind übergewichtig, und oft wird die Krankheit nach einer Zeit des Fastens, sei es als Folge von Stress, Krankheit oder Trennung entdeckt. Vielleicht kommen Trockenfutterkatzen gerade so aus mit der Menge und Qualität des Proteins, das darin enthalten ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine Katze, die Trockenfutter frisst, dick wird. Fasten bringt vielleicht einfach das Faß zum Überlaufen. Wie ich vorher schon sagte, wird Proteinmangel als ein Faktor für die Entstehung einer Fettleber angesehen, ebenso wie eine exzessive Fettbildung (der Prozess, Kohlenhydrate oder Proteine in Fett umzuwandeln). Man weiß leider nur sehr wenig über die Ursachen für eine Fettleber.


Zahnkrankheiten

Obwohl es keinen dokumentierten Beweis dafür gibt, dass ein natürliches Futter zur Zahngesundheit beiträgt, sind Krankheiten des Periodontiums (der Wurzelhaut), die häufigste Krankheit erwachsener Hunde und Katzen. Außer meiner verstorbenen Wiley hat keine meiner Katzen jemals eine Zahnbehandlung gebraucht. Im Gegensatz zu dem, was den meisten Leuten beim Tierarzt erzählt wird, reinigt Trockenfutter NICHT die Zähne! Wenn eine Katze Trockenfutter kaut, zerbricht es in kleine Stückchen. Um eine wirksame Reinigung von Zähnen und Zahnfleisch zu erreichen, muss das Futter aber eine Zeitlang mit Zähnen und Zahnfleisch in Berührung bleiben. Eine abrasive Wirkung auf die Zähne haben ausschließlich die Brocken von rohem Fleisch. Ich schlage vor, dass Sie Ihrer Katze Fleischbrocken für die Reinigung der Zähne geben, es sei denn, sie wollen ihr die Zähne putzen oder Hunderte von Euros für Zahnbehandlungen ausgeben.


Nierenversagen und Krankheiten des Harntrakts

Katzen haben sich als Wüstentiere entwickelt und sind (immer noch!) sehr gut daran angepasst, in einem trockenen Klima zu leben, sofern sie ihre natürliche Nahrung bekommen. Katzen haben nicht wie Hunde einen starken Drang zu trinken und können mit weniger Wasser überleben als sie. Sie kompensieren die geringere Flüssigkeitsaufnahme, indem sie ihren Urin konzentrieren. Wenn sie Trockenfutter fressen (das weniger als 10 % Feuchtigkeit enthält), sind sie ständig ausgetrocknet, es sei denn sie trinken viel Wasser, was die meisten Katzen aber nicht tun. Die mit Trockenfutter ernährte Katze trinkt zwar mehr Wasser als eine, die Dosenfutter frisst, aber am Ende, wenn man alle Feuchtigkeit zusammenrechnet, nimmt die Trockenfutterkatze etwa nur halb so viel Wasser auf als eine Dosenfutterkatze. Bei Trockenfutter, das zudem häufig rund um die Uhr zur freien Verfügung steht, wird der Urin übermäßig stark konzentriert, und das führt zu Krankheiten des unteren Harntrakts.

Zu dicke, mit Trockenfutter ernährte Katzen neigen zu allen möglichen Krankheiten!
 
Der gegenwärtige Trend, dem Trockenfutter außerdem Urin ansäuernde Zusätze hinzuzufügen (nach Aussagen der Futtermittelproduzenten für die Gesundheit des Harntrakts gedacht) kann eine metabolische Azidose (eine Übersäuerung des Körpers) hervorrufen, die mit eingeschränkter Nierenfunktion und einem Mineralstoffungleichgewicht einschließlich Kaliumverlusten einhergeht. In einem zu sauren Milieu bilden sich leicht Oxalatkristalle, die die Harnröhre verstopfen können. Früher waren Struvitkristalle, die mit einem zu alkalischen Urin zusammenhängen, die verbreitetste Störung der Harntraktfunktion. Heute sind Calciumoxalatsteine häufiger wegen des sauren pH-Werts.

Die ersten Anzeichen für eine beginnende Niereninsuffizienz sind größerer Durst und  vermehrter Harndrang. Die Katze verliert die Fähigkeit ihren Urin zu konzentrieren. Die pflanzlichen Proteine aus den Körnern im Trockenfutter setzen bei der Verdauung mehr Stickstoffabfallprodukte frei. Diese werden in Ammonium umgewandelt und von den Nieren ausgeschieden, was zu einer unnötigen Belastung der Nieren führt.

Wasser, das wichtigste Lebensmittel für alle lebenden Kreaturen, fehlt im Trockenfutter. Es ist durch nichts zu ersetzen!


Mykotoxine

Bevor Sie anfangen, das Trockenfutter anzufeuchten, um die fehlende Flüssigkeit zu ersetzen, sollten Sie etwas über Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) wissen, einer weiteren möglichen Nebenwirkung von Körnern im Futter. Mykotoxine sind natürliche Neben-/Endprodukte von Pilzen, die Hunde und Katzen krank machen oder zum Tod führen können. Wenn Körner nicht sachgerecht gelagert werden, können sich Pilzgifte entwickeln. Zwei häufige Formen, die man im Tierfutter findet (mehr im Hundefutter) sind Aflatoxin und Vomitoxin. Obwohl Mykotoxine weltweit verbreitet sind, werden sie erst bei 28 ° Celsius und mehr als 80 %  Luftfeuchtigkeit giftig. Dann greifen sie in die Zellfunktion ein, sind extrem Krebs erregend und unterdrücken das Immunsystem.

Aflatoxin B1 ist das giftigste von allen Aflatoxinen und das bekannteste Leberkrebs auslösende Gift. Es gibt unübersehbare Hinweise darauf, dass schon eine geringe Exposition eine Unterdrückung des Immunsystems und eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten nach sich zieht. Junge und trächtige Tiere aller Spezies reagieren äußerst empfindlich auf Aflatoxine. Aflatoxin tritt auch in die Muttermilch über und kann zu Unfruchtbarkeit beitragen. Die Exposition während der Schwangerschaft bzw. Trächtigkeit hatte einen Übertritt von Aflatoxinen in die Plazenta und eine mangelhafte Funktion des Immunsystems bei den Nachkommen zur Folge.

Die Entfernung von Aflatoxinen aus dem Futter ist sehr teuer, und die Futternittelhersteller sind bekannt dafür, dass sie nicht die hochwertigsten Körner benutzen, andernfalls könnten sie ihre hohe Gewinnspanne nicht halten. Das Getreide, das die meisten Futtermittelproduzenten verarbeiten, ist entweder das, was für den menschlichen Verzehr nicht mehr zugelassen ist oder als Nebenprodukt bei anderen Herstellungsprozessen anfällt.


Die Verdauungsvorgänge eines Fleischfressers

Das Verdauungssystem eines Fleischfressers (Karnivoren) ist sehr einfach. Im Gegensatz zu Omnivoren (Allesfressern) und Herbivoren (Pflanzenfressern) fehlt der Katze die Amylase im Speichel, die die Verdauung von Stärke einleitet. Ihre Kiefer können sich nur eingeschränkt seitlich bewegen (das ist notwendig um pflanzliche Nahrung zu zerkleinern), und sie haben keine flachen Mahlzähne im Maul. Ihre Zähne sind gedacht zum Beißen, Festhalten, Zerschneiden und Zerreißen.

Der Magen der Hauskatze hat zwei Funktionen. Kurzzeitig speichert er Nahrung, allerdings nur eine kleine Menge, weil das natürliche Futter der Katze eine hohe Nährstoffdichte hat. Kleine Wildkatzen müssen öfter jagen als ihre großen Verwandten, weil ihre Beute kleiner ist. Während Löwen und Tiger, nachdem sie eine Beute erlegt haben, ihre Nahrung herunterschlingen, fressen kleine Katzen öfter, wenn sie bei der Jagd erfolgreich waren.
Die zweite Funktion des Magens ist die Absonderung von zersetzender Magensäure. Hydrochlorid  löst die Nahrung auf und verflüssigt sie. Nahrungsbestandteile, die nicht verdaut werden können - wie rohes Gemüse, Zellulose, Federn, Zähne usw. - passieren den Magen-Darm-Trakt unverändert. Probieren Sie es aus! Geben Sie ihrer Katze ein paar ganze Maiskörner oder Erbsen, und Sie werden sehen, dass sie unverdaut im Ganzen wieder herauskommen.

Der Nahrungsbrei verlässt in Intervallen (Abständen) den Magen und wandert in den Dünndarm. Der kleine Katzendarm ist im Vergleich zur ihrer Körperlänge kürzer als der des Hundes, d. h. 4:1 bei der Katze und 6:1 beim Hund. Im Dünndarm wird die Nahrung verdaut und ins Blut abgegeben. Bauchspeicheldrüse und Leber stellen die notwendigen Enzyme bereit, um Fett und Proteine in Fettsäuren und Aminosäuren umzuwandeln. Da die Enzymaktivität zur Verdauung von Kohlenhydraten nur begrenzt ist, kann nur wenig oder gar keine Kohlenhydratverdauung stattfinden.

Wird die Fähigkeit des Dünndarms, Kohlenhydrate zu verdauen, überfordert, erreichen sie den Dickdarm unverdaut. Weil Blinddarm und Kurzdarm der Katze keine Funktion haben, ist ihre Fähigkeit, schwerverdauliche Stärke und Fasern durch mikrobielle Fermentation zu nutzen, begrenzt. Der Dickdarm ist mit dem Dünndarm nicht geradlinig verbunden sondern rechtwinklig. An dieser Stelle ist ein kleines Anhängsel, etwa 5 bis 7,5 cm lang, das Caecum oder der Blinddarm. Obwohl der Blinddarm bei Fleischfressern keine Funktion  hat, sollte er trotzdem erwähnt werden, weil er auf einen wichtigen Unterschied zwischen Karnivoren und Herbivoren hinweist. Bei Herbivoren und im gewissen Grade auch bei Omnivoren findet im Dickdarm, besonders im Caecum, eine mikrobielle Fermentation statt.


Inflammatory Bowel Disease

Hochverdauliches Futter stellt mehr Nährstoffe für den passiven oder aktiven Transport bei der Absorption im Darm zur Verfügung. Unverdaute Reste (wie Kohlenhydrate) verändern den pH-Wert und die Viskosität des Nahrungsbreis. Das bedeutet abnehmende Stuhlqualität und Durchfall. Diese Bedingungen können möglicherweise zu IBD führen. Die Schwere der Beschwerden hängt von der Menge der Kohlenhydrate ab, die im
Dünndarm nicht verdaut werden. Kleine Mengen Zucker oder aufgeschlossene Stärke können z. B. dramatischere Auswirkungen haben als große Mengen roher Stärke von niedriger Verdaulichkeit. Die Futtermittelhersteller erhitzen die Kohlenhydrate im Futter und verarbeiten sie weiter, um die Verdaulichkeit zu erhöhen. Wegen all dieser Kohlenhydrate sind Katzen, die Trockenfutter fressen, prädestiniert für IBD. Die meisten Katzen mit IBD-Symptomen (Durchfall und Erbrechen) werden symptomfrei, wenn sie ein körnerfreies und kohlenhydratfreies Rohfutter bekommen.


"Natürliches" Trockenfutter für Katzen

Der Begriff "natürliches Trockenfutter für Katzen" ist ein Widerspruch in sich. Es gibt eine wachsende Anzahl von Herstellern eines solcher Futtermittel auf dem Markt. Jede Woche scheint ein neuer Hersteller von "natürlichem Trockenfutter" aufzutauchen. Dem Futter werden bestimmte Zutaten hinzugefügt, damit es gesünder aussieht, und es wird ausnahmslos in erdfarbenen Beuteln verpackt. Das ist ganz bestimmt nicht gesünder. Diese Hersteller erzählen Ihnen, dass ihr Futter das nachahmt, was Ihre Katze von Natur aus fressen würde, nur in trockener Form. Was für einer trockenen Form würde die Katze in der Natur jemals begegnen? Keksen, die durch die Wüste laufen? "In trockener Form" - das ist das Hauptproblem! Körner hinzufügen und Wasser entziehen, ob natürlich oder nicht - das ist keine gesunde Nahrung für Ihre Katze. Hier sind die Inhaltsstoffe eines "natürlichen " Katzenfutters, das ich gerade im Internet gefunden habe:

Geflügelmehl, frisches Huhn, brauner Reis, Hühnerfett (konserviert mit Tocopherolen, Rosmarinextrakt und Zitronensäure), Gerste, frische Kartoffeln. Leinsamen, Fischöl (konserviert mit Tocopherolen, Rosmarinextrakt und Zitronensäure), Frischei, getrocknete Hühnerleber, Anchovis-Fischmehl, Milchpulver, Molkenextrakt, Nährhefe, Kelp, Kasein, Kalziumkarbonat, Lecithin, Cholinchlorid, Lactobacillus acidophilus, Bifidobakterium thermophilum, Bifidobakterium longum, Enterobacter faecium, Bacillus subtilis, frische Heidelbeeren, frische Cranberrys, Zinksulfat, Vitamin E, Kreatin, Mangansulfat, Eisenproteinat, Manganproteinat, Vitamin B12, Vitamin A, Niacin, Vitamin D3, Kobaltproteinat, D-Kalziumpantothenat, Riboflavin, Kupfersulfat, Kobaltkarbonat, Biotin, Thiamin-Mononitrat, Folsäure, Pyridoxinhydrochlorid, Kupferproteinat, Natriumselenit, Papain, Yucca schidigera-Extrakt.

Es sieht vielleicht besser aus als Iams oder Science Diet, aber wann haben Sie zuletzt eine Katze in einem Naturfilm gesehen, die Rosmarin, Kartoffeln, braunen Reis oder Anchovis gefressen  hat?

Mit Rosmarin werden die Fette im Futter haltbar gemacht. Natürlich ist das besser als BHT und BTA oder andere künstliche Konservierungsstoffe, aber es bleibt ein Konservierungsstoff. Sie sollten Ihrer Katze kein Futter geben, das wochen- oder monatelang auf der Arbeitsfläche stehenbleiben kann ohne zu verderben. Richtiges Futter wird schlecht!

Anchovis wird wegen der Omega-Fettsäuren hinzugefügt, aber Omega 3-Fettsäuren sind viel zu empfindlich um lange Zeit im Trockenfutter in den Regalen zu überstehen. Diese Firma behauptet von sich selbst, dass sie Lachsöl auf das Futter sprüht um die Omega 3-Fettsäurenbilanz zu verbessern. Nur schlecht, dass das Lachsöl, das sie empfehlen in blauen Behältern ist. Lachsöl kann nicht korrekt gelagert werden, wenn es nicht luftdicht abgeschlossen ist. In dem Moment, wo die Flasche geöffnet wird, dringt Sauerstoff ein, und das Fett fängt an ranzig zu werden. Kapseln sind die einzige Alternative um Lachsöl frisch zu halten.

Warum Milch in diesem Futter ist, leuchtet mir nicht ein. Vielleicht um den Proteingehalt anzuheben oder wegen des Kalziums. Wenn Kätzchen einmal entwöhnt sind, gehört Milch nicht mehr zu ihrer natürlichen Nahrung.

Heidelbeeren und Cranberrys sollen das Futter ansäuern um den Harntrakt gesund zu erhalten. Aber leider führt die Säure im Trockenfutter zur Bildung von Oxalatkristallen. Rohes Fleisch bewirkt einen ausgeglichenen pH-Wert, Trockenfutter erfüllt diesen Zweck bei vielen Katzen nicht.

Yucca soll den Kotgeruch reduzieren, der gar kein Problem wäre, wenn Katzen in erster Linie ein geeignetes Futter bekämen.

Ich glaube, diese "Natural Petfood"-Hersteller sind noch sonderbarer (wenn das noch geht)
als die normalen Hersteller kommerzieller Futter. Sie bedienen eine besondere Klientel:
Leute mit Geld, die sich noch teurere Produkte leisten können und solche, deren Katzen von anderen Futtern Gesundheitsprobleme bekommen haben (obwohl die Hersteller von "prescription diets" den größeren Einfluss auf dem Markt haben). Aber unter diesen Kunden gibt es auch solche, die sich einiger Probleme bewusst sind, die mit den Markenfuttern im Lebensmittelhandel verbunden sind, oder die, die ihren Katzen einfach nur besseres Futter geben möchten. Natürlich ist am besten - aber das passt nicht zu Trockenfutter. Am Trockenfutter ist nichts natürlich.

Während heute diese "natürlichen Futter" noch von kleinen Firmen produziert werden, haben auch die größeren Hersteller bereits ihre Finger im Spiel. Wenn Sie sich beispielsweise die Inhaltsstoffe von "Nature's Best" von Science Diet angucken, werden Sie feststellen, dass es schlechter ist als die Rezeptur von "Original Formula". Brauerei-Reis ist die erste Zutat (in "Original Formula" sind es Huhnnebenprodukte). Ist Reis das Beste für einen Fleischfresser?
Viele dieser kleinen Firmen, die Futter produzieren, haben nicht viel Zeit investiert um etwas über Katzenernährung zu lernen und haben oft keine Ahnung, was es heißt, einen Fleischfresser zu füttern. Wenn sie dieses Wissen dennoch haben sollten, haben sie es mißachtet um ein Produkt als gesund zu vermarkten, das es wirklich nicht ist.

Obwohl ich damit rechne, dass es nie passieren wird, weil es zu teuer wäre, warte ich auf einen Hersteller, der anfängt Mäuse zu trocknen, sie mit braunem Reis zu vermischen und das ganze Katzenfutter zu nennen.






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eingestellt von Thea
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IBD  (Inflammatory Bowel Disease = Entzündliche Darmerkrankung)


Die Symptome bei IBD können sehr unterschiedlich sein, meist sind ständige Durchfälle der Grund, weshalb ein Tierarzt aufgesucht wird.

Die Schulmedizin bietet als Therapie i.d.R. eine Behandlung mit Cortison an, was leider in den meisten Fällen nur eine kurzzeitige Besserung bringt, die Krankheit aber nicht heilt.  Die Folgeerkrankungen einer langwierigen Cortisonbehandlung können auch sehr gravierend sein.

Nicht nur im amerikanischen Netz kann man Informationen darüber finden, daß eine Nahrungsumstellung auf artgerechtes Futter den gewünschten Erfolg erbringt,  eine allergische Komponente spielt immer eine Rolle.

Hier ist die Übersetzung einer amerikanischen hp mit freundlicher Genehmigung der Übersetzerin Ingrid Balzer.

Dieser folgende Text darf nicht heruntergeladen oder kopiert oder sonstwie vervielfältigt werden ohne Zustimmung der Verfasserin.

Den englischen Originaltext findet man hier
http://www.catnutrition.org/ibd.html

IBD und Fütterung

IBD  (Inflammatory Bowel Disease = Entzündliche Darmerkrankung)

Nach sechs Jahren zunehmenden Elends verschwanden die IBD-Symptome bei meinem Kater buchstäblich innerhalb von 24 Stunden, nachdem ich ihn komplett auf getreidefreies Rohfutter umgestellt hatte. Das war vor sieben Jahren, und die Symptome sind nicht wiedergekommen. Ich weiß! Ich weiß! Viel Leute nehmen sich nicht die Zeit und machen sich nicht die Mühe, ein ausgewogenes Rezept für selbst zubereitetes Katzenfutter zu suchen, die zugrunde liegende Forschung doppelt nachzuprüfen und die Wochenenden damit zu verbringen ganze Hühner und Kaninchen für ihre Katzen zu zerkleinern.

Ich kam schließlich zu der Erkenntnis, das mein IBD-Kater einem viel größeren Risiko ausgesetzt war, wenn ich ihm ein für Katzen ungeeignetes kommerzielles Futter vorsetzte, als wenn ich ihm ein sorgfältig zubereitetes, ausgewogenes, getreidefreies und auf Fleisch basierendes Rohfutter gab. Es ist interessant, dass auch viele andere mir bekannte Leute, deren Katzen Verdauungsbeschwerden haben, dieselbe Erfahrung gemacht haben wie ich. Ein körnerfreies Futter erfüllt seinen Zweck bei diesen IBD-kranken Katzen, ein Rohfutter mit Körnern nicht. Warum ist das so? Weil Katzen Fleischfresser sind!

Informationen darüber, wie man selbst gemachtes Futter korrekt vor- und zubereitet, gibt es reichlich, aber man muss sie kritisch betrachten und bereit sein, tief in die Materie, d.h. in die Notwendigkeit jeder einzelnen Zutat, einzudringen.

Die Leute von Feline Future (http://www.felinefuture.com/) in Kanada haben ein wunderbares Rezept entwickelt. Sie haben Jahre damit zugebracht, aus kleinen Handbüchern Wichtiges über Tierernährung herauszufiltern, die Nährstoffzusammensetzung der natürlichen Beute von Katzen zu analysieren und Versuche zu machen, um ein auf Rohfleisch basierendes Rezept erstellen zu können, das die natürliche Beute der Katze nachahmt. Das ist sehr vernünftig - warum sollten wir die Katze nicht mit etwas füttern, das einer Maus nachempfunden ist?

Manche sind noch weiter gegangen. Eine sehr begabte Frau mit Namen Michelle Bernard hat ein sagenhaft gut recherchiertes Buch mit dem Titel "Raising Cats Naturally" herausgegeben (http://www.raisingcatsnaturally.com/), das sich mit dem Thema befasst, wie man nach den Vorgaben der Natur für eine Katze sorgt. Sie füttert seit mehr als 10 Jahren erfolgreich roh und hat Laienforschung und tierärztliche Forschung zur Katzenernährung sorgfältig analysiert, um erklären zu können, worin ein ganz und gar selbst gemachtes und wirklich ausgewogenes Futter für Katzen besteht.

Ich lade Sie ein, sich auf der IBD-Yahoogroups-Seite anzumelden http://pets.groups.yahoo.com/group/FelineIBD/
und sich die Dateien mit Rezepten und wichtigen Ratschlägen, wo Sie die nötigen Supplemente bekommen und die wertvollen Tipps dazu anzusehen, wie man ein selbst gemachtes ausgewogenes Futter gefahrlos zubereitet. Es gibt auch eine Datei mit Berichten von Leuten, die eine bemerkenswerte Wendung zum Positiven in der Gesundheit ihrer Katzen durch Rohfütterung beobachtet haben.

Die Haltung der meisten Tierärzte, selbst gemachtes und vor allem rohes Futter mit einer Handbewegung abzutun wegen einer Handvoll lautstark tönender verantwortungsloser Ignoranten, die unhaltbare Ratschläge geben, ist ein dürftiger Ersatz dafür, sich in wohl überlegten und nicht von Emotionen geleiteten Diskussionen kritisch mit diesem sehr ernsten Thema auseinanderzusetzen.

Tierärzte sollten an vorderster Front stehen, was dieses Thema angeht. Sie sollten mit ihren Kunden über das Futter sprechen und die Leute anleiten, wenn sie Interesse zeigen. Leider sind die Tierärzte aber wenig versiert, was die Ernährung von Carnivoren betrifft. Also müssen sich die Kunden die Informationen woanders holen, und das kann sehr verwirrend sein bei der Fülle widersprüchlicher Aussagen zu diesem Thema.

Ein Nebenprodukt (kein Wortspiel beabsichtigt) dieser tierärztlichen Ernährungsanarchie ist, dass verzweifelte Katzenbesitzer sich in dieser Frage nicht an ihren Tierarzt wenden können. Deshalb durchsuchen sie das Internet nach "natürlichem Futter" und geben ihren Katzen  schießlich ein total unausgewogenes Futter und behandeln Diabetes mit Aromatherapie. Sie wissen, was ich meine! Ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass ich komplett falsch liege, wenn ich denke, dass Tierärzte sich verpflichtet fühlen sollten, dafür zu sorgen, dass dem Wissen über die Ernährung der Katze endlich Priorität eingeräumt wird,
http://www.avma.org/careforanimals/animatedjourneys/aboutvets/aboutvets.asp#2
und dass eine Beratung sich nicht in dem Nachsatz erschöpft, Trocken- oder Dosenfutter mit stark verarbeiteten Nebenprodukten und artfremden Getreidefüllstoffen anzubieten, die von einer  Industrie produziert werden, die sich in erster Linie ihren Aktionären verpflichtet fühlt und nicht den Tierhaltern.

Ich bedaure nicht, dass ich viel Zeit und Mühe aufgewendet habe zu lernen, wie ich eine Katze mit ordentlichem selbst gemachten Futter ernähren kann. Die Tatsache, dass sich Tausende von Menschen in Internetgruppen anmelden, um Antwort auf die Fragen zur Ernährung ihrer Tiere zu bekommen, spiegelt einen Vertrauensschwund in die heutigen Tierärzte wider. Und manche Antworten, die sie online bekommen, sind leider keinen Pfifferling wert.

Also, wenn Sie Tierarzt sind, und ich komme in Ihre Praxis, und Sie glauben, dass ich es ernst damit meine auf Rohfütterung umzusteigen, können Sie mich auf Informationen zum richtigen Kalzium-Phosphor-Verhältnis im Katzenfutter hinweisen? Das ist ein Problem, das viele Leute, die neu zur Rohfütterung gekommen sind, nicht verstehen. Und ich fände es toll, wenn mehr Kunden von ihrem Tierarzt Informationen zum Mineralstoffbedarf einer Katze bekämen und wenn Sie ihnen sagen könnten, welche Vitamine sie zusetzen sollen und in welchem Verhältnis. Fragen haben wir mehr als genug.

Ihren Kunden zu sagen, "Rohfütterung kann gefährlich sein" reicht nicht.

Ich habe nicht leichten Herzens die üblichen tierärztlichen Ratschläge ignoriert und habe die Warnungen bezüglich selbst gemachten Futters nicht auf die leichte Schulter genommen. Ich habe mich nicht leichtfertig darauf gestürzt, irgendeine alte Diät zu geben, sondern habe die Aufgabe Katzenfutter selbst zuzubereiten sehr ernst genommen. Alle Warnungen über die Gefährlichkeit von Rohfütterung habe ich gelesen. Am liebsten wäre mir eine Antwort in Form einer Dose oder einer Tüte gewesen. Ich hoffte jedes Mal wieder, dass die von meinem Tierarzt verordneten Futter helfen würden. Aber mein hübscher Kater wurde immer kränker. Und wie ich immer wieder von allen Leuten auf der IBD-Liste höre, die ich mehrere Jahre lang mitmoderieren durfte, war unsere Geschichte nichts Besonderes. Sie war keine Ausnahme.

Korrekt zubereitetes und serviertes Rohfutter - ausgewogenes frisches Rohfutter - ist es, was die Natur für diese wunderbaren Carnivoren als Ernährung vorgesehen hat. Das Rohfutter, das meinen Kater von IBD befreit hat, ist dem sehr ähnlich, was er fressen würde, wenn er den Ehrgeiz oder den Anreiz hätte, kleine Beutetiere zu jagen. Vielleicht ist er eine völlig domestizierte feline Treibhauspflanze, aber er hat nie aufgehört, ein obligater Fleischfresser zu sein. Das Rezept, das ich benutze, ist dem Rezept von Feline Future nachempfunden und wird in dem Buch "Raising Cats Naturally" im einzelnen diskutiert. Informationen darüber, wo man die Zutaten bekommt und wie man das Futter gefahrlos zubereitet, gibt es vielerorts, einschließlich auf dieser Webseite.

Im Laufe der Diskussion und der Korrespondenz mit verschiedenen Tierärzten ist mir klar geworden, dass das Thema "selbst gemachtes Futter" bei vielen ein wunder Punkt ist.

Letzten Endes liegt der Schlüssel zur Bekämpfung von IBD darin, kranken Katzen damit zu helfen, dass man ihnen ein artgerechtes Futter gibt. Obwohl das Futter das zentrale Thema ist, wenn man verstehen möchte, wie ich meinen wunderbaren Kater von IBD befreit habe, und wie andere dasselbe getan haben, macht es mich außerordentlich traurig, ernsthaften Widerstand von Seiten der Tierärzte sowohl gegen die Botschaft an sich als auch gegen die Folgen zu spüren zu bekommen, dass nämlich andere chronisch kranke Katzen von der Verbesserung ihres Futters profitieren könnten, wenn die einzigartigen Bedürfnisse dieses obligaten Fleischfressers respektiert würden.

Die Standardantwort, die ich vor vier Jahren zu hören bekam und die ich noch immer höre, ist die folgende:
Viele hausgemachte Futter, alle Fleischfütterung eingeschlossen, egal ob roh oder gekocht, sind hoffnungslos unausgewogen und haben wahrscheinlich zu wenig Grundnährstoffe, es sei denn sie werden ordentlich supplementiert. Kein Einwand dagegen von meiner Seite! Man sagt mir auch, dass viele Fachleute auf dem Gebiet der Tierernährung aus guten Gründen von der ausschließlichen Fütterung mit rohem Fleisch abraten. Auch hier bin ich mit Ihnen einer Meinung. Kein vernünftig denkender Mensch würde einer Katze ausschließlich Fleisch geben. Das wäre schrecklich unausgewogen. Eine reine Fleischdiät hätte zuviel Phosphor und gefährlich wenig Kalzium. Das Ergebnis wäre ein gesundheitliches Desaster für die Katze! Ich kann nur jedem zustimmen - egal ob Laie oder Profi - der vehement davon abrät, etwas so offensichtlich Unausgewogenes zu füttern.

Aber das ist noch nicht alles. Die übliche Antwort der Tierärzte und natürlich der Futtermittelindustrie, dass selbst gemachtes Futter gefährlich unausgewogen ist, führt vom Thema weg. Diese Aussage lenkt von der Frage ab, ob ein ausgewogenes Futter befürwortet werden sollte, das dem Fleischfresser-Erbe kleiner Katzen angemessen ist. Wenn wir das  Ziel haben, einer Katze das bestmögliche Futter zu geben, dann sind vage Warnungen über eine mögliche Unausgewogenheit nicht genug. Wie die Dinge jetzt stehen, weiß der durchschnittliche Tierarzt, dass es unausgewogenes Futter gibt und befürwortet deshalb automatisch das kommerzielle Trockenfutter. Aber warten Sie! Weiß er oder sie genau, worin die Unausgewogenheit besteht? Könnte er oder sie ein selbst zusammengestelltes Rezept begutachten und helfen einen möglichen Fehler zu beheben, damit es ausgewogen ist?

Der Risikofaktor

Ich höre Tierärzte und Marketingspezialisten der Futtermittelindustrie vor den gravierenden Gefahren durch Parasiten und Bakterien im Rohfutter warnen, aber keiner kann mir hieb- und stichfest erklären, wie hoch das Risiko tatsächlich ist. Kein Katzenfutter ist total ohne Risiko. Katzen können Salmonellen und E.coli auch durch Dosenfutter bekommen. Kann nach dem Futterrückruf im Frühjahr 2007 irgendjemand noch behaupten, kommerzielles Futter sei "sicher"? Verantwortungsbewußte Rohfütterungsanhänger investieren viel Zeit und Geld um Fleisch von Tieren aus Freilandhaltung zu bekommen, das wahrscheinlich weniger mit Salmonellen in Berührung kommt. Trichinen im Schweinefleisch? Natürlich sollte man sich darüber Gedanken machen, aber die Lösung ist einfach. Um meinen Lehrer in Rohfütterung zu zitieren, als ich ihn nach Trichinen fragte:
"Füttern Sie kein Schweinefleisch! Keine Katze würde [von Natur aus] Schweinefleisch essen!"
Das Thema Sicherheit von Rohfutter wird detailliert auf meiner Webseite unter FAQ http://www.catnutrition.org/faq.php behandelt.

Und was ist mit der oft erwähnten Sorge um die Menschen, wenn sie Rohfutter für ihre Tiere zubereiten? Diese Frage erstaunt mich. Bestimmt sind wir Rohfütterer nicht die einzigen Menschen, die in der Küche mit rohem Fleisch hantieren. Bei uns zu Hause gibt es eine strenge Regel, die besagt, dass nur die Katzen das rohe Fleisch essen dürfen. Und ich bin ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die Zugang zu heißem Seifenwasser und anderen Reinigungsmitteln hat, mit denen man Küchenarbeitsflächen hygienisch sauber halten kann. Beim Thema Katzentoilette werden auch die Hygieneregeln eingehalten!

Ich kenne so viele Erfolgsgeschichten von Menschen, die fast alle Hoffnung auf Erleichterung für ihre IBD-kranke Katze aufgegeben hatten. Ihre Katzen siechten dahin, und die ständig steigende Dosis von Prednison half nicht mehr oder hatte zu Folgeerkrankungen wie Diabetes geführt. Dann versuchten sie diese Art der Fütterung, weil nichts anderes mehr half. Mehr als einmal überredeten wir Menschen, die bereits einen Termin für die Einschläferung ihrer verzweifelt kranken Katze abgemacht hatten, die Rohfütterung als letzten Ausweg zu probieren, und sie waren erstaunt, dass sich der Zustand ihrer Katzen dramatisch verbesserte und sie ohne Medikamente eine unübersehbare Heilung erreichten.

Wenn Sie Tierarzt sind, überlegen Sie, ob Sie für Ihre therapieresistenten Patienten nicht ein solches Futter empfehlen sollten, vorausgesetzt ein getestetes und für gut befundenes Rezept wird buchstabengetreu umgesetzt und alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten. Was haben Sie zu verlieren?
 
"Ein herzliches Dankeschön an Anne, die mir gestattet hat, ihren Text ins Deutsche zu übersetzen und weiterzuverbreiten!" Ingrid Balzer, Übersetzerin



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Infos zur Katzengesundheit / Die gesunde Katze - so soll es sein
« Letzter Beitrag von Anonym am 19. Mai 2009, 21:46:07 »
Die gesunde Katze


Fell: dicht und glänzend

Das Fell ist die "Visitenkarte" einer Katze, denn ein verändertes Fell ist oftmals das erste Anzeichen einer Krankheit. Ein stumpfes und struppiges Fell kann von Allergie bis zu Problemen im Verdauungstrakt (dadurch eine resultierende Mangelernährung) alles bedeuten.

Wenn die Katze sich häufig kratzt, sind meist Flöhe der Grund der Plage.

Flohbefall kann man ganz einfach selber nachprüfen: man stellt die Katze auf eine glatte Oberfläche und rubbelt mit den Händen durch das Fell, die meisten Katzen lieben das. Es fallen winzig kleine Teilchen aus dem Fell. Wenn man diese kleinen scharzen Teilchen mit einem feuchten weißen Haushaltstuch aufwischt färben sie sich in Verbindung mit der Feuchtigkeit rot, das ist Flohkot. Man kann die Katze natürlich auch genausogut auf ein leicht angefeuchtetes helles und unifarbenes Handtuch stellen, auch da entwickeln sich dann die roten Flecken.


Ohren: Gehörgänge sauber


Augen und Nase: keine Sekretansammlung


Schleimhäute: rosa


Atemzüge pro Minute: 20 - 40

Bei älteren Katzen ist die Atemfrequenz niedriger als bei Jungkatzen.


Puls: 110 - 130 Schläge/Minute

Weil Katzen häufig ja nicht eine Minute lang still sitzen kann man z.b. 15 Sekunden zählen und dann x4 nehmen oder 20 Sekunden x3.


Körpertemperatur: 38° - 39°

Die Körpertemperatur einer Katze kann selber am besten mit einem Ohrenthermometer messen. Es gibt ein großes Sortiment im Humangebrauch, die von der Länge des Messkopfes für Katzenohren ausreichend sind. Man sollte darauf achten, daß die Messanzeige auf der Rückseite des Geräts ist, denn kurz aufeinanderfolgendes mehrmaliges Messen ist nötig. Einige Geräte piepsen kurz, wenn sie eine Temperatur ermittelt haben, das ist aber meiner Erfahrung nach nicht weiter stressig für die Katze, wenn man die Katze vorher mit dem Piepston vertraut gemacht hat. Das geht am besten dadurch, daß man ihr das Gerät zeigt, ein oder zweimal piepsen läßt, dafür gibt es ein kleines Belohnungsleckerchen.

Mittlerweile gibt es auch spezielle Ohrenthermometer für Hunde und Katzen im Fachhandel, diese haben etwas längere Messköpfe, für große Hundeohren reicht der kurze Messkopf, der für Menschenohren konstruiert ist, nicht aus.

Die Messung ist nicht so genau wie eine rektale Messung, dafür kann man sie aber stressfrei zu Hause durchführen. Die Abweichung kann 0,2 ° (+/- 0,1°) betragen, je nachdem, wie tief man in das Ohr gelangt. Es reicht aber allemale, um festzustellen, ob die Katze erhöhte Temperatur oder gar Untertemperatur hat.


Körpergewicht: zwischen 2,5 und 5,5 kg

Das ist eine ganz individuelle Angabe, es gibt auch Katzenrassen, die von Natur aus eben größer oder schwerer sind. Wie bei Menschen auch gibt es bei Katzen unterschiedlichen Körperbau, klein und kompakt oder hochbeinig und schlank...

Die Rippen sollten nicht zu sehen sein aber sehr wohl zu fühlen beim Streicheln. Ein kleines "Speckbäuchlein" ist sicherlich nicht sooo schlimm, aber Übergewicht tut keiner Katze gut. Wenn ein Katzenbesitzer mit liebendem Blick feststellt, daß seine Katze vielleicht ein wenig übergewichtig sein könnte - dann ist das auch der Fall!

Es gibt kaum etwas schwierigeres, als eine Katze zum Abnehmen zu bringen, wobei man sehr darauf achten muß, daß es nicht zu schnell passiert, denn bei Katzen kann  die Leber auf Nahrungsentzug recht schnell reagieren (hepatische Lipidose).

Daher sollte man von Zeit zu Zeit das Gewicht überprüfen. Wenn man im umgekehrten Fall vielleicht auch denkt, daß die Katze etwas dünner geworden sein könnte, kann es durchaus sein, daß sie seit längerer Zeit stetig abgenommen hat,  200 oder 300 gr kann man mit dem blossen Auge nicht erkennen, insbesondere auch dann nicht, wenn es etwas langfelligere Katzen sind oder wenn der Gewichtsverlust stetig und langsam ist.

Ein unverzichtbares Hilfsmittel ist eine digitale Babywaage. Die meisten Personenwaagen sind nicht präzise genug, weil sie häufig nur Stufen von 100-200 gr anzeigen, die Katzen gehen nicht freiwillig auf die kleine Stellfläche und stehen auch nicht still. Man muß sie also auf den Arm nehmen dafür um mit ihnen gemeinsam auf die Waage zu steigen, für Katzen ein durchaus stressiges Geschehen und sie wehren sich.  Wenn es zudem auch noch eine "normale" Waage ist, die das Gewicht nicht speichert, kann man die Anzeige nur schlecht erkennen mit der zappelnden Katze auf dem Arm.

Unsere Katzen lieben den Wiegevorgang. Sie gehen freiwillig auf die Waage denn sie wissen, daß es auf der Waage als Belohnung ein Leckerlie gibt. Mittlerweile ist es so, daß sie sich auf die Waage setzen und dann mit erwartungsvollem Gesichtsausdruck fragen "Bekomme ich da jetzt ein Leckerlie für?"...

Und diese Waagen haben den Vorteil, daß die Liegefläche groß genug ist, für die Messung müssen sie nicht sooo ruhig stehen, es reicht, wenn sie stehen und ihr Leckerchen essen. Die Meßschritte haben eine Abweichung von 5-10 g, sind also bestens geeignet.

Mittlerweile gibt es auch digitale Waagen für Hunde und Katzen im Fachhandel.


Kot: gut geformt, weich und feucht, braun

Der Kot ist häufig auch ein erstes Anzeichen dafür, daß etwas nicht in Ordnung ist. Schlechtgeformter Kot ("Matschhäufchen")  kann bedeuten, daß das Futter nicht optimal verwertet wird oder auch eine leichte Unverträglichkeit anzeigen. Ist der Kot hart und trocken kann ein Problem im Bereich des Darms vorliegen, insbesondere auch dann, wenn die Katze heftig und angestrengt presst.


Urin: klar und gelb

Besonders dann, wenn die Katze zu Problemen im Harntrakt neigt (Blasenentzündung) ist es empfehlenswert, ab und zu mit einem Urinteststreifen zu messen, es ist zwar nicht 100%ig aussagekräftig aber das Ergebnis kann ein erster Hinweis sein, der dann mit einer labortechnischen Urinuntersuchung weiter untersucht werden kann.





Mikka auf der Waage



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Infos zur Katzengesundheit / Katzenkrankheiten: Symptome und mögliche Ursachen
« Letzter Beitrag von Anonym am 19. Mai 2009, 21:42:43 »
Die "kranke" Katze

Wenn man mit einer Katze zusammenlebt kennt man natürlich ihr Verhalten sehr genau. Und merkt natürlich schnell, wenn sie ein verändertes Verhalten an den Tag legt oder plötzlich äußerliche Auffälligkeiten zeigt. Der Weg zum Tierarzt ist natürlich unerlässlich, denn veränderte Verhaltensweisen gehen häufig auf mehr oder weniger schlimme Krankheiten zurück und oftmals ist auch nicht so viel Spielraum für eigene Behandlungsversuche. Insbesondere dann nicht, wenn es nicht "nur" ein leichter Durchfall ist oder ein einmaliges Erbrechen sondern auch noch Symptome wie stumpfes Fell, Apathie, Appetitlosigkeit, Fieber o.ä. dazukommt.

Einige veränderte Verhaltensweisen kann man durchaus selber abklären, besonders auch dann, wenn die Katze einen nach wie vor gesunden Eindruck macht und nicht weiter beeinträchtigt ist. Auf längere Sicht ist eine weitere Abklärung durch einen Tierarzt jedoch unerlässlich, vor allen Dingen dann, wenn die Syptome bestehen bleiben.

Die Beurteilung, was nun "schlimm" ist und was weniger, fällt schwer, selbst wenn man schon seit Jahren mit seiner Katze zusammenlebt. Denn Katzen sind im allgemeinen sehr gut darin, Krankheiten und Unwohlsein über einen längeren Zeitraum vor uns zu verbergen und wenn uns diese Symptome auffallen, dann besteht eine mögliche Krankheit leider häufig schon seit längerer Zeit.

Deshalb habe ich hier mal eine Zusammenstellung gemacht, wie die einzelnen Symptome sind und was es bedeuten "kann" .

Es ist natürlich sehr pauschal und bedarf im Einzelfall immer der tierärztlichen Rücksprache.

Aber vielleicht kann es auch helfen, daß man selber als Halter einiges beurteilen und abschätzen kann und so auch besser mit dem Tierarzt zusammenarbeiten kann. Nicht jedes Symptom muß auf eine Krankheit hindeuten, manchmal können auch ganz einfache Dinge die Probleme lösen.



Appetitmangel

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-die Katze ist einfach satt oder hat ein zu großes Nahrungsangebot, das immer zur freien Verfügung steht, soll heißen, sie ist mäkelig.
-die Katze ist Freigängerkatze, ernährt sich draußen von Mäusen oder wird von einem Nachbarn gefüttert.
-die Katze bekommt ein neues Futter vorgesetzt, das sie nicht mag. Katzen sind ziemlich heikle Esser, einige lieben die tägliche Abwechslung, andere wollen monatelang immer nur das gleiche Futter.


Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:

Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Fieber, Speicheln, Würgen, Untertemperatur, Apathie, kein Kotabsatz.

Mögliche Ursache:
allgemeine Infektionen , organische Erkrankungen, Fremdkörper, Verstopfung, Zahnprobleme und vieles andere mehr.

Anmerkung: Eine Katze mit längerandauerndem Appetitmangel ist immer kritisch zu beobachten.




futtert sehr viel

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-Katze hat längere Zeit schon nicht mehr genug gegessen
-trächtige Katzen essen im allgemeinen sehr viel
-es ist ein neues Futter, das besonders gut schmeckt
-Mangelernährung durch einseitiges Futter, das nicht als "Alleinnahrung" geeignet ist


Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:

nimmt trotz vermehrter Futteraufnahme ab, schlechtes Fell,
trinkt zusätzlich auch mehr


Mögliche Ursache:

Parasitenbefall (Würmer, wenn die Katze in einem schlechten Allgemeinzustand ist, sollte da aber lieber eine Kotprobe zur Abklärung untersucht werden)
organische Ursachen wie z.b. Diabetes oder Schilddrüsenerkrankung, Pankreasinsuffizienz (da ist ein Blutbild unerläßlich zur weiteren Abklärung)



trinkt mehr als üblich

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
große Aufnahme von Trockenfutter, trockene Heizungsluft oder große Hitze

Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:
allgemein schlechter Zustand, Gewichtsverlust, Erbrechen, Appetitmangel, Untertemperatur

Mögliche Ursache:
Diabetes, Nierenerkrankung (in dem Fall ist ein Blutbild zur weiteren Abklärung erforderlich)




trinkt nicht

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-Katze hat eine andere Trinkquelle
-Feuchtigkeitsgehalt im Futter ist hoch

Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:
allgemein schlechter Zustand, Apathie, Speicheln

Mögliche Ursache:
-schwere Infektionen, Probleme im Maulbereich




Erbrechen

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-ungewohntes Futter
-zu viel, zu kalt, zu hastig gefressen
-Pflanzenteile gefressen
-zuviel Haare beim Putzen aufgenommen, Haarballen im Magen

Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:
kein Kotabsatz (!), Fieber, Durchfall, wiederholtes Erbrechen

Mögliche Ursache:
Vergiftung (!), Infektionen, Organerkrankungen, Magen- und Darmprobleme, Allergien



Durchfall

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-ungewohntes Futter
-Stress
-sonstiges "schlecht" verdauliches (z.b. Pflanzenteile geknabbert oder zuviel Milch getrunken)


Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:

Erbrechen, Austrocknung, Abmagerung, Appetitmangel, Untertemperatur

Mögliche Ursache:
Vergiftung (!), Parasitenbefall, Infektionen, organische Erkrankungen (Leber, Darm, Bauchspeicheldrüse), Futtermittelallergie



 
Katze presst häufig ohne oder im "Erfolgsfall" mit sehr hartem Kotabsatz

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-mangelnde Bewegung (ältere Katzen neigen häufig zu Verstopfung)
-zu wenig Flüssigkeit (sehr harter Kot)
-zu wenig Ballaststoff in der Nahrung


Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:
langandauerndes Pressen ohne Kotabsatz (!), Erbrechen, Katze hat erkennbare Schmerzen

Mögliche Ursache:
schwere Verstopfung bis zum Darmverschluß, Megakolon, Darmträgheit, Tumore

Anmerkung (!): Wenn der letzte Kotabsatz länger als 2 Tage zurückliegt sollte man immer Kontakt zu einem Tierarzt aufnehmen, denn es besteht die Gefahr eines Darmverschlusses. Ggf. muß eine hartnäckige Verstopfung mit einem Klistier aufgelöst werden.




Katze versucht erfolglos zu pieseln bzw. setzt immer nur kleine Mengen Urin ab


äußere Umstände, die man selber abklären kann:

keine

Ein Tierarztbesuch ist in dem Fall immer nötig, um eine evtl. bestehende Blasenentzündung abzuklären.

Anmerkung: Eine Urinprobe ist immer ratsam um abzuklären, ob evtl. Harnsteine oder -kristalle (Struvit, Oxalat) die Ursache der Entzündung sind. Außerdem sollte ein Antibiogramm angelegt werden, das zeigt, auf welches Antibiotikum die Katze reagiert, falls die üblichen Breitband-Antibiotika nicht wirken.



Unsauberkeit

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-hat sich etwas gravierendes im Umfeld der Katze geändert (neue Katze dazugekommen), was eine stressige Situation für die Katze darstellt?
-Katzenstreu oder Katzenklo wird abgelehnt
-Markierverhalten

Anmerkung: Eine Katze wird nicht ohne Grund unsauber. Plötzliche Unsauberkeit ist immer ein Alarmzeichen und bevor "psychische" Gründe gesucht werden, sollten mögliche körperliche Ursachen abgeklärt werden. Viele "Protestpinkler" haben eine unerkannte Blasenentzündung, deswegen ist eine diesbezügliche Untersuchung immer nötig.




Niesen, Husten


äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-allergische Reaktion, Reizstoffe in der Umgebung

Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:
entzündete Augen,  Fieber, Apathie, Ausfluss aus der Nase, Atembeschwerden, Speicheln, Schwäche, Atemnot, Nahrungsverweigerung

Mögliche Ursache:
Katzenschnupfen (bakteriell oder durch Viren verursacht), Fremdkörper oder Entzündung, Lungenentzündung, Infektionen




Angestrengte oder heftige Atmung

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-nach Anstrengung oder Aufregung
-große Hitze

Anmerkung: Ein Tierarztbesuch ist immer nötig, falls das öfter vorkommt ohne erkennbare Ursache.



Juckreiz

äußere Umstände, die man selber abklären kann:

-Parasiten
-verfilztes Fell


Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:

unentwegtes Kratzen an bestimmten Körperregionen, Haarausfall, Hautveränderungen

Mögliche Ursache:
Parasiten jeglicher Art, Milben, Allergien, Pilzinfektionen, Räude, organische Krankheiten, Mangelernährung

Anmerkung: Eine Fellveränderung ist in vielen Fällen ein erstes Anzeichen für eine bestehende Krankheit.




Mundgeruch

äußere Umstände, die man selber abklären kann:
-kann vom Futter kommen

Tierarztbesuch unbedingt nötig, wenn auch noch folgende Symptome dazukommen:
Probleme beim Essen, Speicheln, Erbrechen, viel trinken, Geruch nach Urin

Mögliche Ursache:
Zahnfleischentzündung, Zahnprobleme, Abzesse, Magenprobleme, Nierenkrankheit



allgemeine Anmerkung:
Es ist immer empfehlenswert, bei "unklaren" Symptomen ein Tagebuch zu führen.


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Infos zur Katzengesundheit / Antw:Vermeidbare Gefahrenquellen
« Letzter Beitrag von Anonym am 08. Mai 2009, 08:25:25 »
@Barbara,
danke für diese äusserst wichtige Liste, denn man kann nicht genug aufpassen.

Ich möchte noch etwas hinzufügen:

Es werden oft appetitliche und für Katzen durchaus verträgliche Gräser in Blumensträusse eingebunden. Leider sind diese aber hochgiftig konserviert. 2 Katzen meiner Freundin in Hamburg sind daran  sehr qualvoll gestorben. Es war grauenhaft. Ich ziehe seitdem alle Gräser aus Blumensträussen raus.
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Infos zur Katzengesundheit / Vermeidbare Gefahrenquellen
« Letzter Beitrag von Anonym am 05. Mai 2009, 12:52:16 »
Auch in der Wohnung oder im Garten sind Katzen Gefahren ausgesetzt. Hier sind einige Gefahrenquellen genannt, ein Anspruch auf Vollständigkeit besteht nicht.

Gekippte Fenster können für Katzen eine tödliche Falle sein. Beim Versuch hindurchzuschlüpfen, bleiben sie stecken und strangulieren sich oder sie tragen Quetschungen im Bauchbereich davon, die Blutzirkulation wird unterbrochen und schnelle Hilfe ist erforderlich.
Abhilfe schafft hier ein einfach zu montierender Kippfensterschutz, den es fertig zu kaufen gibt.

Wolle und Kordeln, Schnüre aller Art, auch Plastikbändel von Mülltüten werden von Katzen gerne bespielt, leider auch gefressen. Die Schur wird jedoch nicht verdaut und kann zu einer Darmverschlingung führen. Die feste Schnur kann den Darm verletzen und durch die Öffnung tritt der Darminhalt in die Bauchhöhle. Oder die Verschlingung führt zu einem Darmverschluss. Schnelle Behandlung ist erforderlich, oftmals ist eine schnelle Operation notwendig. Unerkannt hat es für die Katze schlimme Folgen - bis endlich erkannt wird, warum die Katze nicht mehr futtern mag, kann es bereits zum Absterben von Darm gekommen sein.
Wenn die Katze unbeaufsichtigt mit Kordeln spielt, besteht außerdem die Gefahr, dass sie sich darin verwickelt. Meine erste Katze hat sich mit einer Spielangel fast erwürgt...

Plastiktüten können für Katzen genauso gefährlich sein wie für kleine Kinder. Sie kriechen gerne hinein und es besteht das Risiko, dass sie ersticken.

Zimmerpflanzen bergen diverse Gefahren. Zum einen ist nicht alles was schön aussieht auch genießbar für Katzen. Trotzdem wird natürlich gerne alles angeknabbert. Hier findet sich eine Liste giftiger Zimmerpflanzen:
http://cyberwelten.ch/giftpflanzen/
Ungiftige Pflanzen, wie z.B. Zyperngras können mit ihren harten, scharfkantigen Blättern Verletzungen im Mund- und Rachenraum verursachen, die nicht einfach zu erkennen sind.

Balkone sind toll für Wohnungskatzen. Aber Vögel und Insekten reizen dazu, sie zu fangen und die Katze wird unvorsichtig. Ein unbedachter Sprung nach dem Vogel oder Abrutschen beim Ballancieren auf dem Geländer lassen sie in die Tiefe stürzen. Hinzu kommt, dass derart traumatisierte und verletzte Tiere sich verstecken und nicht gleich gefunden werden. Balkonsicherungen mit einem katzensicheren Netz sind mittlerweile im Fachhandel in verschiedenen Ausfertigungen erhältlich.

Waschmaschinen und Trockner sind ein kuscheliger Schlafplatz für Katzen. Deshalb die Türen bitte immer geschlossen halten und vor dem Einschalten überprüfen, ob nicht eine Katze darinliegt.

Heiße Herdplatten sollten immer bedeckt sein, einen Topf daraufzustellen genügt in der Regel. Der Herd ist für Katzen meist sehr interessant, besonders natürlich, wenn Fleisch zubereitet wird. Zu leicht kann es da zu Verbrennungen an den Pfoten kommen, die durchaus sehr schwer sein können.

WC-Deckel sollten immer geschlossen sein. Viele Menschen finden es vielleicht niedlich, wenn die Katze wie ein Mensch die Toilette benutzt, was einige tun. Aber die Gefahr abzurutschen oder versehentlich hineinzufallen ist zu groß. Es kann zu erheblichen Verletzungen führen, schlimmstenfalls zum Ertrinken - wenn sie Katze in der Toilette festklemmt, kann sie sich nur selten aus eigener Kraft befreien.

Elektrische Kabel sind für manche Katzen eine große Versuchung. Der Weichmacher, der in der Kabelhülle enthalten ist, wirkt auf viele Katzen anziehend. Sie beißen an den Kabeln herum und können so einen Stromschlag erleiden.

Medikamente bitte immer sicher und unzugänglich verwahren. Viele unserer harmlosen Hausmittel, wie beispielsweise Aspirin oder Paracetamol sind für unsere Katzen hochgiftig. Todesfälle deswegen kommen leider vor, weil Medikamente in Reichweite der Katze liegen und mit den kleinen Tabletten gerne gespielt wird. Zu leicht wird dabei die Substanz aufgenommen, oder gar die Tablette im Spiel verschluckt.

Reinigungsmittel in Haushalt und Werkstatt sind in der Regel für Katzen giftig. Es kann schon ausreichen, dass sie die Behälter umwerfen und dann durch die Flüssigkeit laufen. Beim Putzen nehmen sie das Gift unweigerlich auf.

Schokolade und Rosinen sind nur in sehr geringen Mengen harmlos für Katzen. Beides kann bei Katzen zu schweren Vergiftungen und Nierenversagen führen.

Halsbänder können besonders für Katzen, die nach draußen gehen, eine große Gefahr darstellen, sie bleiben beim Klettern daran hängen und geraten in Panik, schlimmstenfalls können sie sich daran erhängen oder sie sind fluchtunfähig und möglichen Angriffen durch Hunde oder andere Katzen hilflos ausgesetzt.

Ungesicherte Regentonnen sind nicht nur für Katzen eine potenzielle Todesfalle, auch andere Tiere können hineinfallen und ertrinken. Deshalb derartige Wasserspeicher bitte immer abdecken oder zumindest mit einem schräg eingestellten Brett sichern, woran verunglückte Tiere wieder herausklettern können.

Schneckenkorn, besonders in Würfeln wird von vielen Katzen aufgenommen, es schmeckt süßlich. Grundsätzlich ist es nicht giftig, jedoch sehr schädlich für die Nieren. Aber es wirkt so stark entwässernd, dass es in der heißen Jahreszeit zum Tod der Katze führen kann.

Weihnachten ist eine gefährliche Jahreszeit für Katzen. Tannenschmuck, Kerzen und Lametta bergen z.T. erhebliche Risiken für die Stubentiger.

Tannenzweige enthalten Terpentinöl, das bei Katzen Vergiftungen hervorruft. Zum einen beknabbern Katzen gerne das frische Grün, aber auch das Wasser, in dem die Zweige oder der Tannenbaum stehen, enthält das Terpentinöl und kann ebenso wie die Zweige selber zu Vergiftungen führen.

Kerzen sollten nur unter Aufsicht brennen, Katzen spielen gerne mit der Flamme, werfen dabei auch mal die Kerze um und können so leicht Feuer legen. Aber sie können sich auch Verbrennungen zufügen, wenn sie um die Kerze herumstreichen und ihr Fell in Brand stecken.

Lametta führt wie oben bei Schnüren schon beschrieben zu Darmverschlingung und Darmverschluss mit schwerwiegenden Folgen.



Zusammengetragen von Barbara D
 
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